Häufige Fehler bei der Ferienvermietung

Die Vermietung von Ferienimmobilien kann ein lukratives Geschäft sein – aber sie hat auch ihre besonderen Anforderungen. Vor allem im Hinblick auf Aspekte wie Langlebigkeit, Funktionalität und Nutzen sind Eigentümer von Ferienwohnungen und -häusern gut beraten, wenn sie sich im Vorfeld ein paar grundlegende Gedanken machen. Ein solides Konzept kann helfen, typische Fehler und unnötige Ärgernisse zu vermeiden. 

Auf der DOMIZIL Husum widmet sich Ende Oktober erstmals eine ganze Messe genau diesen besonderen Bedürfnissen professioneller Gastgeber. Unter den Ausstellern und Referenten sind auch Britta Thunecke und Synne Marienfeld, die sich auf die Beratung von Ferienwohnungsbesitzern spezialisiert haben. In ihrer jahrelangen Berufserfahrung haben sie einige Fehler erkannt, die Besitzer von Ferienimmobilien unwissentlich immer wieder machen:

 

Unzureichende Budget- und Investitionsplanung
Bevor das angedachte Budget angerührt wird, sollte klar sein, was bis ins letzte Detail gebraucht wird – und was nicht. Eine unrealistische oder gar überhaupt nicht vorhandene Planung kann dazu führen, dass Einrichtungsgegenstände oder Accessoires eingekauft werden, die nicht wirklich entscheidend sind für die Buchung oder das Wohlfühlen des Gastes. Häufig wird auch das Budget nur für die Renovierung der Wohnung geplant und die Kosten für die Vermarktung (Online-Inserate, Homepage, Fotografen etc.) werden vergessen.

Geschmacksfragen
Es ist ein allzu menschliches Phänomen: den eigenen Geschmack über den der anderen zu stellen. In einer Ferienimmobilie kommt es nicht darauf an, seinen persönlichen Stil zu verwirklichen – sondern darum, den Feriengästen ein schönes Urlaubszuhause zu bieten, unabhängig vom eigenen Geschmack.

Fehlendes Einrichtungskonzept
Eine Ferienwohnung sollte mit Konzept eingerichtet werden und schon gar nicht als zweite Chance für nicht genutzte Möbel dienen. Statt wahllos alles zusammen zu kaufen, ist es klug, sich vorab Gedanken über den gewünschten Einrichtungsstil zu machen, damit am Ende alles wirklich zusammen passt. 

Schönheit vor Funktion
Eine gute Urlaubserfahrung bemisst sich auch daran, wie komfortabel der Aufenthalt war. Gibt es genügend Ablageplätze und Stauräume, ist bei den Planungen stets nicht nur an die Schönheit, sondern vor allem an den Gast gedacht? Gerade die kleinen Dinge sind es manchmal, die einen Aufenthalt perfekt machen.

„Gäste stapeln“
Auch wenn es gut ist, dass ein Schlafsofa für spontanen Gästezuwachs vorhanden ist, sollte es nicht unbedingt von vorne herein als echtes Bett gezählt werden. Ein überladenes Ferienhaus kann das Erholungserlebnis einschränken.

Fehlende Zielgruppenorientierung
Wer seine Gäste-Zielgruppe kennt, kann die Wohnung zielgerichtet gestalten. Ungünstig ist es, wenn das, was der Gast braucht, nicht da ist, er stattdessen aber Dinge vorfindet, die er nicht benötigt.

Das Credo der beiden Expertinnen Thunecke und Marienfeld lautet: Eine Ferienwohnung muss alles können, aber nichts müssen. Wenn Gastgeber sich daran halten und unter anderem die oben aufgeführten Fallen vermeiden, steht einer erfolgreichen Ferienvermietung nichts im Wege.